Viele Glücksspieler fragen sich seit Jahrzehnten, ob die Kartenzählen Illegalität tatsächlich im Gesetz verankert ist oder ob es sich dabei nur um einen Mythos handelt. Um diese Frage zu klären, muss man zwischen dem reinen Nachdenken im Kopf und dem Einsatz unerlaubter Hilfsmittel unterscheiden. Wer schlicht und einfach den Hausverstand und sein Gedächtnis nutzt, bricht rein rechtlich in den meisten Ländern kein Gesetz.
Wie Casinos auf schlaue Spieler reagieren
Casinos sind private Unternehmen und besitzen das sogenannte Hausrecht. Das bedeutet im Klartext, dass sie sich aussuchen dürfen, wen sie an ihren Tischen spielen lassen und wen nicht. Wenn das Wachpersonal bemerkt, dass jemand mit System gewinnt oder den mathematischen Vorteil auf seine Seite zieht, wird der Spieler höflich aber bestimmt des Hauses verwiesen. Eine polizeiliche Verfolgung findet in der Regel jedoch nicht statt, solange keine technischen Geräte verwendet wurden.
Der Einsatz von Minicomputern oder versteckten Kameras ändert die Rechtslage allerdings drastisch. Wer solche Hilfsmittel einsetzt, begeht Betrug und muss mit schwerwiegenden rechtlichen Konsequenzen rechnen. Reines Kopfschwimmen und das Merken von Karten im Black Jack bleiben hingegen eine rein gedankliche Leistung, die jedoch von den Spielbanken effektiv sanktioniert wird.
